ABC zum Thema Fußgesundheit

Ein Überblick über die einzelnen Themen gesunder Füße.

Achilles Sehne

Die stärkste Fußsehne verbindet die Wadenmuskel mit dem Fersenbein. Bei Knickfüßen wird die Sehne überdehnt, was häufig zu Schmerzen führt.

Arthrose

Gelenke nutzen sich mit der Zeit ab. Insbesondere führen Fehlstellungen der Füße zu einseitiger Abnutzung der Knie- und Fußgelenke, was sogar zu chronischen Entzündungen führen kann.
Mit Maßeinlagen werden die meisten Beschwerden deutlich gelindert,- man kann diesen Beschwerden ganz einfach vorbeugen.

Aluminium Einlagen

Total starre Einlagen, die bis in die 1950er Jahre weit verbreitet waren. Die Einlagen wurden damals in einer Ledertasche eingenäht.
Heute sind Alu- Einlagen nur noch ganz selten gefragt. Bei besonders schwer gewichtigen Menschen mit besonders starkem Fußverfall sind sie allerdings auch heute noch gut nutzbar.

Ballen

Die Ballenbildung wird meistens durch ein falsches Abrollverhalten, etwa wegen Senkfüße begünstigt. Aber auch durch falsches, zu enges Schuhwerk werden die Zehen zusammen gedrückt und es entsteht ein Ballen. Meistens sind unvernünftige Frauen von dieser Fußfehlstellung betroffen. Häufig achten aber auch Eltern nicht auf die ausreichende Größe der Kinderschuhe. Bereits beim Ansatz der Ballenbildung sollte durch einen fachkundigen Orthopäden überprüft werden, ob Einlagen die Operation noch verhindern können.

Bandscheiben

Schäden an den Bandscheiben werden oft (wie auch andere Rückenleiden) durch falsche Haltung ausgelöst. Häufiges schwimmen wirkt vorbeugend gegen Bandscheibenbeschwerden.



Barfußlaufen

Durch Barfußlaufen auf weichen und unebenen Böden wird die Fußmuskulatur gestärkt. Gesunden Füßen macht auch das Laufen auf härteren Böden nichts aus. Mit Senk.- oder Plattfüßen sollte man so oft wie möglich über Wiesen und vor allem im Sand barfuß laufen. Dabei auch oft auf Zehenspitzen gehen. In der Stadt und im Haus sollten jedoch immer Schuhe mit Einlagen getragen werden.

Birkenstocks

Die Fußbettsandalen haben sich in der vergangen Zeit stark durchgesetzt. Die Annahme, diese Schuhe seien für Senk- oder Spreizfüße ein Ersatz für Maßeinlagen ist falsch!
Es ist allerdings möglich, diese Fußbettschuhe orthopädisch nachzurüsten.

Crogs

Clogähnliche Schuhe aus Gummi, die insbesondere bei Kindern sehr beliebt sind. Bei Kindern mit Normalfüßen sind diese Schuhe unbedenklich.
Bei Kindern mit Knickfüßen können die Schuhe den Knickfuß verschlechtern, weil die Sohle zu weich ist und damit das Einknicken fördert. Für schlanke Füße kann man Crogs mit Maßeinlagen ausstatten, die dann für diese Schuhart hergestellt werden.

Einlagen

Einlagen werden verordnet und empfohlen, wenn die Muskulatur der Füße es nicht schafft, den Fuß in der optimalen Position (in der Brückenform) zu halten. Es gibt stützende und korrigierende Schuheinlagen in loser und fester Machart aus unterschiedlichsten Materialien und Ausführungen. In den 1930ér Jahren war die Einlagenversorgung durch Fußfürsorger sicher gestellt,- damals wurde auch in den Schulen auf die Fußgesundheit geachtet.
Anfangs gab es nur Metallkeile, die mit Leder vernietet wurden. Anschließend wurden Metalleinlagen entwickelt, die den gesamten Fuß stützen. Diese wurden ab den 1950ér und 60´er Jahren durch das hervorragende Plexidur ersetzt und werden heute nur noch für besonders hochgewichtige Menschen eingesetzt oder bei kontrakten Senk- oder Plattfüßen. Ab den 1970érn wurden überwiegend gefräste Korkeinlagen mit Lederdecke verordnet. Seit 1999 werden die (besten) Einlagen aus Plexidur nicht mehr hergestellt, weil bei der Herstellung angeblich giftige Dämpfe entstehen. Seit dem sind gefräste Weichschaumeinlagen bevorzugt, denn diese werden meist maschinell gefertigt und sind somit nicht mehr indviduell auf jeden einzelnen Fuß gefertigt. (Das spart dem Sanitätshaus und dem Orthopädieschuhtechniker hohe Kosten und garantiert höchste Gewinne). Derartige Einlagen sind meist nach nur wenigen Monaten ausgetreten und müssen erneuert werden. Das bindet die Kundschaft.
Wirkliche dauerhafte Erfolge gegen Senkfüße und Knickfüße kann man mit zu weichen Einlagen nicht erreichen. Bei Knickfüßen können zu weiche Einlagen sogar mehr schaden als nutzen!
Nur ein regelmäßiges und ganz konsequentes Tragen ordentlicher Einlagen führt zum gewünschten Erfolg und vermeidet weitere Schäden an den Füßen und dem Körper!

Einwärtsgang

Einwärts routierenes Gangbild,- Großzehen zeigen zueinander. Siehe Innengang

Fersensporn

Wo die Mittelfußsehne in das Fersenbein eintritt, kann sich im zunehmenden Alter eine Kalkablagerung bilden, die einem Rosendorn ähnelt. Die Beschwerden kommen selten vor dem 40. Lebensjahr, sind aber wenn sie auftreten, kaum zu ertragen. Verursacht wird der Fersensporn fast immer durch untherapierte Senkfüße. Den Fersensporn und die Schmerzen ersparen Eltern ihren Kindern, indem sie rechtzeitig die Füße untersuchen lassen, denn ob die Gefahr der Fersenspornbildung besteht, erkennt man meist schon ab dem 12. Lebensjahr. Insbesondere vor der Aufnahme in einem Sportverein und vor dem Berufseintritt ist die Untersuchung grundsätzlich wichtig und sollte darum auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden müssen.
Leider sind hier die Eltern auf sich selbst gestellt, denn auch in Schulen wird das Thema heute kaum noch Interesse hervorrufen.

Fußball

Der Fußballsport ist die beliebteste Sportart der Deutschen. Bei aktiven Spielern wird nur selten beachtet, das der Fuß einer außergewöhnlichen Belastung ausgesetzt wird. Darum wird der Knick- Senkfuß oft verbunden mit O-Beinen und Innengang besonders häufig bei jungen Amateuren beobachtet. Knieprobleme sind die Folgeerscheinung. Heute sind moderne Einlagen zu bekommen, die sogar in die relativ engen Fußballschuhe passen und den Fuß schonen. Leider ist es in Deutschland nicht vorgeschrieben, dass Fußballtrainer einen Lehrgang zum Thema Früherkennung von Fuß- und Beinproblemen absolvieren müssen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wird in kauf genommen, dass sie sich auf dem Fußballplatz Schäden zufügen, die im späterem Berufsalltag zu schwersten Problemen führen können. Dabei kostet die Trainerschulung kaum nennenswerte Summen!

Gelenkschmerzen

Bei Schmerzen im Fuß- oder Kniegelenk sollte die Ursache gefunden werden. Meist ist ein Knick-Senkfuß der Auslöser der Beschwerden. Eine längere Einnahme von Tabletten ist nicht empfehlenswert, weil darunter die inneren Organe leiden.



Hohlfuß

Das Fußgewölbe ist zu stark gewölbt und dadurch kommt es zu einem unnatürlichen Abrollen. Sehr oft führt ein Innengang (Einwärtsgang) zum Hohlfuß. Manchmal ist der Hohlfuß auch erworben. Nur wenn bereits im Kindesalter die Behandlung konsequent durchgezogen wird, bekommen die Füße im Erwachsenem Alter die gesunde und natürliche Form!
Die Schuhe werden stehend fest zugeschnürrt, so dass die Gewölbe sich nicht mehr hochziehen können.

Hallux Valgus

Dieser oft verwendete latainische Bergiff bedeutet “schief gedrückte Großzehe mit Ballenbildung”. Fast immer wird diese unansehnliche Bildung bereits in der Jugend erworben. Grund ist fast immer, dass Senkfüße nicht therapiert werden.
Allerdings kann diese Fehlstellung der Füße auch bei gesunden Füßen erworben werden. Zu schmale Schuhe, die die Großzehe nach außen drücken sind der häufigste Grund dafür. Sind neben den zu engen Schuhen auch die Absätze zu hoch, so entsteht der Hallux Valgus schneller.

Harte Einlagen

Es wird häufig das Gerücht verbreitet, dass stabile Einlagen die Fußmuskeln schwächen. Warum sich dieses Gerücht so sehr verbreitet hat, ist genau so fragwürdig, wie die Aussage, bei Kindern wachsen Knick- Senkfüße von selbst aus.
Tatsächlich verhält es sich so, dass ein gesunder Fuß, den man eigentlich als Normalfuß bezeichnet, ein Fußgewölbe hat, welches von der Ferse an steil ansteigt und nach vorne hin schräg zum Ballen verläuft. Diese Brückenform bleibt auch dann erhalten, wenn der Fuß belastet wird! Stellt man einen Normalfuß in Schuhen mit einem Fußbett oder einer Gewölbestütze, berührt die Fußsohle diese Stütze nicht,- es ist also vollkommen unerheblich, ob der Schuh eine Gewölbestütze hat oder nicht.
Ein schon stärker ausgeprägter Senkfuß wird in Schuhen mit Fußbett oder Gewölbestütze gestützt. Das Mittelfußgewölbe liegt auf dieser Erhöhung auf. Durch diese Stütze wird die Muskulatur allerdings nicht geschwächt, sondern etwas geschohnt!
Bei harten bzw. stabilen Einlagen gegen Senkfüße usw. ist die viel zu schwache Muskulatur auf der gesamten Fußlänge ausreichend gestützt, so dass ein Durchtreten unmöglich wird. Werden die Einlagen dauerhaft getragen, führt das dazu, dass sich die Bänder, Sehnen und Muskelstränge an die natürliche Form der Einlagen anpassen und somit stabiler werden.
Auch wenn für leichte Senkfüße nachfederne Einlagen zu empfehlen sind, müssen die Einlagen mindestens das vierfache des Körpergewichts tragen können. Hier gilt das Fliehkraftprinzip!

Fußgesundheit und High Heels

Die Frau ist bestrebt, einem Mann zu gefallen. Weil sich viele Frauen einreden, dass besonders hohe Absätze zu schönen Beinen führen, kaufen sich “richtige Damen” derartige Schuhe, in denen sie kaum laufen können und auch über Fuß- und Rückenprobleme klagen. Grundsätzlich schadet jeder Absatz, der höher als 3,5 cm ist, nicht nur dem Fuß, sondern auch der gesamten Statik und insbesondere Rücken. Dazu kommt, das zu häufiges Tragen zu spitzer Schuhe mit zu hohem Absatz die Füße verkrüppeln lässt. Darum bezeichne ich es als ein ausgesprochen hohes Maß an Dummheit, wenn derartige Schuhe getragen werden.

Innengang

Ein nach innen routierenes Abrollverhalten. Meistens wird in einer Schonhaltung im Unterbewusstsein der Fuß vor dem Abrollen nach innen gedreht. um die Großzehe zu entlasten. Meistens ist ein Senkfuß, der nicht durch Einlagen therapiert wird, die Ursache für den “Entengang”. Weil durch dieses unnatürliche Gangbild die Fuß- Knie- und Hüftgelenke außergewöhnlich stark überlastet werden, sind Folgeerkrankungen sehr wahrscheinlich.
Abhilfe schaffen spezielle Fußgymnastikübungen und spezielle Einlagen, die das nach innen gehen unbequem machen und gleichzeitig den Senkfuß beheben, so dass der Fuß normal abrollen kann und das Körpergewicht normal verteilt wird. Wie diese Einlagen hergestellt werden müssen, wissen nur sehr wenige Orthopäden und Schuhtechniker, weil hier die Psychomotorik eine entscheidene Rolle spielt!

Jurtin Einlagen

Die österreichische Firma Jurtin hat ein Einlagensystem entwickelt, welches auf den ersten Blick sehr vielversprechend scheint. Der Patient kann seine Einlagen nach nur einer geringen Wartezeit mitnehmen. Mit einem Vaccumschlauch, der samt Einlage über den Fuß gezogen wird, kann die Einlage angeformt werden. Später kann noch eine Spreizfußpelotte aufgeklebt werden, sofern sie gebraucht bzw. gewünscht ist.
Wir haben ein Paar Jurtin Einlagen getestet und dabei festgestellt, dass die Kunststoffeinlage viel zu schwach ist, um das Körpergewicht zu tragen. Darum sehe ich diese Einlagen für stärkere Senkfüße und erst recht gegen Knick- Senkfüße oder Innengang etc. als eher ungeeignet an.



Knickfüße

Beim klassischen Knickfuß kippt das Fersenbein nach innen ein. Dadurch wird die gesamte Statik des Körpers negativ beeinträchtigt, denn der Unterschenkel wird im Brechstangenprinzip zum Knie geführt. Nur eine Stärkung der Fußmuskulatur durch Fußgymnastik, Knickfußeinlagen führt dazu, daß Folgeschäden in den Fußgelenken, im Wadenbein und in den Kniegelenken ausbleiben. Der Knickfuß verursacht bei Kindern nur sehr selten Schmerzen, so daß er zu häufig unbeachtet bleibt, obwohl der Knickfuß von Jedermann erkannt werden kann.
Diese Webseiten helfen beim Erkennen!

Kindlicher Plattfuß

Als Plattfuß werden oft fälschlicher Weise die Füße von Babys bezeichnet. Tatsächlich hat es oft den Anschein, als wären die Fußgewölbe nicht richtig ausgeprägt. Tatsächlich sind die Knochen aber noch vom Babyspeck umhüllt und damit scheint es nur so, als wären es Plattfüße oder Senkfüße. Bereits in der Wiege trainiert das Baby die Muskulatur. Darum strampelt es und steckt sich die Zehen in den Mund usw. Man sollte dem Baby diese Beschäftigung nicht durch zu schwere Decken oder enge Strampelanzüge gönnen. Später, wenn das Baby mit dem laufen beginnt, sollte man wenn immer möglich auf Lauflernschuhe verzichten.

Der Kleinkindfuß braucht keine Gewölbeunterstützung und vor allem keine festen, starren Schuhe, die dem Fuß Halt geben!
Mit dem Laufe des 2. Lebensjahres sollte das Innengewölbe deutlich zu erkennen sein. Bis zum 4. Lebensjahr darf das Gewölbe bei Belastung etwa zu 25% einsinken und auch eine ganz leichte Knickstellung ist bis dahin noch als ganz normal zu betrachten. Nach dem 4. Lebensjahr sollten die Füße stabil sein. Ist das nicht der Fall, muss entweder nur mit Gymnastik oder sogar mit Einlagen und Gymnastik nachgeholfen werden!

Kniebeschwerden

Etwa 75% aller Kniebeschwerden, die nicht durch einen Unfall entstanden sind, haben den Ursprung in der Fuß- und Beinstatik. So wundern sich manche Patienten, wenn der fachkundige Orthopäde, der wegen Knieprobleme aufgesucht wird, zuerst einen Blick auf die Füße wirft und ggf. Maßeinlagen verordnet. Bei Jugendlichen klingen mit stabilen Maßeinlagen die Knieprobleme schon nach rund zwei Wochen dauerhaft ab.

Klumpfüße

Der Klumpfuß (Pferdefuß) ist in den meisten Fällen angeboren. Ab Knöchel zeigen die Füße nach innen und sollten direkt nach der Geburt durch Gipsverbände fixiert werden. Mehr zu diesem schwierigen Thema entnehmen Sie bitte der Homepage.

Kaufeinlagen

Das allgemein angestiegene Gesundheitsbewußtsein ist auch an der Industrie nicht vorbeigegangen und es werden Fertigeinlagen verschiedener Materialien zwischen 4,– und 70,–€ angeboten. Die Werbung klingt sehr vielversprechend und ohnehin ist der Unterschied zu den modernen orthopädischen Einlagen aus dem Sanitätshaus eher unwesentlich. Weil aber jeder Fuß anders ist, sind diese Fertigeinlagen keine wirkliche Hilfe!

Kork-Leder Einlagen

Ein Einlagenkern aus Kork wird maschinell ausgefräst und mit einer Lederdecke versehen. Je nach Qualität haben solche Einlagen auch einen Kunststoffkern, der zur Stabilität beiträgt und es ermöglicht, dass die Einlagen individuell nachgeformt werden können.
Für Senkfüße sind solche Einlagen gut geeignet,- die Haltbarkeit ist allerdings eher gering. Nach etwa einem Jahr sollte die Passform solcher Einlagen überprüft werden.

Kunststoff-Leder Einlagen

Ein oberflächlicher Begriff für die Einlagen, die einen Kunststoffkern aus Plexi oder ähnliches verfügen, der thermoplastisch geformt werden kann und mit Leder überzogen wird.

Lehrlingsplattfuß

Der “Lehrlingsplattfuß” entsteht häufig bei jungen Leuten, die in einen Stehberuf eintreten oder auch durch manchen regelmäßig betrieben Sport. Der gerade entstehende Senkfuß kann ganz einfach mit Maßeinlagen und Gymnastik therapiert werden. Sofern die Behandlung frühzeitig erfolgt, wird der Fußverfall recht schnell wieder gebremst und die Muskulatur gefestigt.
Vorsorgeuntersuchungen werden zwar von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gefördert, aber die Kosten liegen im unterem Niveau. Darum kann jedes Kind und jeder Jugendliche hier die Garantie bekommen, dass der künftige Berufsleben bis zur Rente beschwerdefrei verlaufen kann!



Mikrofasereinlagen

Mehrschichteinlagen, die erhitzt genau dem Fuß angepasst werden. Die Einlagen sind am vorderem Rand und in der Ferse nur ca. 0,4mm stark und können für jeden Schuhtyp angepasst werden.

Plexidureinlagen

Plexidureinlagen werden aus durchsichtigen Kunstoffplatten gefertigt, sind äußerst hygienisch, weil sie naß abwaschbar sind. Sie passen problemlos in handelsübliche Konfektions- und Sportschuhe, die auch ohne Einlagen sehr gut passen. Sie geben dem Fuß einen optimalen Halt, regen aber durch die leicht federnde Wirkung die Fußmuskeln an. Seit 1999 ist die Herstellung von Plexidur durch eine EU Verordnung verboten. Es gibt aber heute Ersatzstoffe und auch Restbestände vom altem Plexidur. (Das Tragen dieser Einlagen bringt bei starken Senkfüßen den besten Erfolg).

Plattfüße (Pes Planus)

Das innere Längsgewölbe liegt im stehen oder beim Gehen flach auf dem Boden auf. Beim lockerem Plattfuß richtet sich das Gewölbe anfangs wieder vollständig auf. Im Laufe der Jahre verflacht es aber meist vollständig.
Richtet sich das Gewölbe nur noch teilweise auf, spricht man vom kontraktem Senkfuß. Richtet es sich überhaupt nicht auf, dann ist vom kontraktem Plattfuß die Rede.
Bei Menschen mit Plattfüßen entwickelt sich ein plump stampfendes Gangbild. Dennoch sind bei Kindern und Jugendlichen die Beschwerden oft sehr gering,- oft werden die Plattfußbeschwerden als Wachstumsbeschwerden abgehandelt.
Da sich der Plattfuß fast immer auch auf das Abrollverhalten auswirkt, werden auch hier die typischen Folgebeschwerden in kauf genommen.
Dabei schaffen ordentliche, sprich stabile Einlagen hier relativ schnell Abhilfe. Bei Kindern erreicht man oft schon nach nur zwei Jahren einen dauerhaften Erfolg,- bei Erwachsenen hingegen kann der kontrakte Plattfuß meist “nur” zum lockerem Senkfuß gelindert werden.
Da der Plattfuß sehr häufig eine Folge von untherapierten Senkfüßen ist, gilt auch hier, dass Vorbeugung das Beste ist, was Sie dem Kind bieten können!

Propiozeptive Einlagen

Eine derzeitig viel umworbene Einlagenart, die verspricht, durch kleine Pelotten (Druckpolster) die Muskulatur zu animieren und zu festigen. Diese Einlagen werden auch als sensomotorische Einlagen gehandelt.
Tatsächlich verhält es sich so, dass der Fuß in der Natur auf die unterschiedlichen Druckpunkte, die durch kleine Steinchen etc. ausgelöst werden, reagiert, indem die Muskulatur das Gewölbe hoch zieht, sofern man Senk- oder Plattfüße hat. Auch führt eine Schräge beim Knickfuß dazu, dass der Fuß kurzzeitig gerade gehalten wird.
Im Alltag bringen diese Art von Einlagen eventuell bei Kindern mit ganz leichten Senkfüßen Abhilfe. Bei stärkeren Senkfüßen werden die Druckpunkte nur für wenige Minuten den Zweck erfüllen können, weil der Fuß nicht lange in der Brückenform gehalten wird. Die Gewölbe liegen dann ganz flach auf der Einlage auf und die Pelotten werden unangenehm wahrgenommen. Eine “normale” Einlage hingegen wird als bequem empfunden.

Quadratlatschen

Quadratlatschen nennt man große Füße oder große Schuhe.

Fußreizungen

Reizungen an der Haut der Füße treten dann auf, wenn es harte Nähte in den Schuhen gibt und die Haut an diesen Stellen errötet. Schutzpflaster helfen hier, manchmal reichen dickere Strümpfe aus.

Senkfüße

Bei Belastung sinkt das Fußgewölbe ein und richtet sich bei Entlastung wieder auf. Der Senkfuß ist meistens schmerzfrei und führt erst im zunehmenden Alter zu Beschwerden, sofern er nicht rechtzeitig mit speziellen Einlagen und Gymnastischen Übungen behandelt wird. Unangenehme folgen werden somit vermieden. Man erkennt Senkfüße in der Regel schon an den Schuhen und am Gang, sofern keine Einlagen getragen werden.
Viele Kinderärzte und gar Orthopäden sind der Meinung, dass sich kindliche Senkfüße von selbst regulieren,- “die verwachsen” oder “wachsen aus”. Das diese Aussage Quatsch ist, sollte eigentlich klar sein, denn wie soll die Fußmuskulatur von selbst kraftvoll auswachsen?- Warum haben über 75% der älteren Erwachsenen Fußproblememe, wenn sich die Füße in der Kindheit und im jugendlichem Alter von selbst regulieren?
Tatsächlich reicht bei Senkfüßen mit einem Gewölbeeinfall unter 20% sehr häufig Fußgymnastik aus. Beim stärkerem Fußverfall kann man nur mit Einlagen erreichen, dass sich das Fußinnengewölbe festigen kann!
Bei leichten Senkfüßen verwendet man am besten Kunststoffeinlagen, die ähnlich der intakten Fußmuskulatur nachfedern können,- bei starken Senkfüßen sollten anfangs ganz stabile Einlagen verwendet werden.



Spreizfüße

Das vordere Quergewölbe wird bei Belastung der Füße durchgetreten, was im Alter recht schmerzhaft sein kann. Hier helfen Pelotten, die das Quergewölbe anheben und stützen.
Die meisten Frauen, die oft hochhackige Schuhe tragen, leiden an sehr starken Spreizfußbeschwerden und darum auch unter Schwielen.

Schuhzurichtungen

Schuhzurüstungen werden fest in die Schuhe eingearbeitet, die sich für lose Einlagen nicht eignen,- wie etwa manche Hausschuhe, Slipper oder Sandalen. Auch wer sich schämt, das jemand die Einlagen sehen könnte, was bei pubertierenen Jugendlichen sehr häufig der Fall ist, sollte die “unsichtbaren Einlagen” in die Schuhe einarbeiten lassen!
Es besteht oft sogar die Möglichkeit, dass man die Innensohlen aus den Schuhen als Bezug für die Einlagen verwenden kann. Somit werden die Einlagen wirklich für andere unsichtbar.

Sichelfüße

Sichelfüße sehen wie es die Bezeichnung bereits sagt aus. Der gesamte Fuß ist verkrümmt. Der Sichelfuß wird meistens angeboren und kann im Babyalter durch spezielle Schienen und später durch spezielle Einlagen begradigt werden.
Manchmal sind Sichelfüße allerdings auch eine Folge eines Innengangs. In diesem Fall ist die Therapie einfacher durchzuführen.

Sensomotorische Einlagen

Eine viel umworbene Einlagenart, die verspricht, durch kleine Pelotten (Druckpolster) die Muskulatur zu animieren und zu festigen. Diese Einlagen werden auch als propiozeptive Einlagen gehandelt.
Tatsächlich verhält es sich so, dass der Fuß in der Natur auf die unterschiedlichen Druckpunkte, die durch kleine Steinchen etc. ausgelöst werden, reagiert, indem die Muskulatur das Gewölbe hoch zieht, sofern man Senk- oder Plattfüße hat. Auch führt eine Schräge beim Knickfuß dazu, dass der Fuß kurzzeitig gerade gehalten wird.
Im Alltag bringen diese Art von Einlagen eventuell bei Kindern mit ganz leichten Senkfüßen Abhilfe. Bei stärkeren Senkfüßen werden die Druckpunkte nur für wenige Minuten den Zweck erfüllen können, weil der Fuß nicht lange in der Brückenform gehalten wird. Die Gewölbe liegen dann ganz flach auf der Einlage auf und die Pelotten werden unangenehm wahrgenommen. Eine “normale” Einlage hingegen wird als bequem empfunden.

Fussvorsorge

Nur die wenigsten Eltern sind dazu bereit, die Füße ab dem 3. Lebensjahr alle drei Jahre fachkundig checken zu lassen, obwohl ein solcher Check (Füße, Gangbild und Beinstatik) nur um die 50,–€ kostet und alle Chancen einräumt, im Alter Fuß,- und Knieprobleme zu vermeiden. Die meisten Eltern vertrauen auf die U- Untersuchungen beim Kinderarzt. Dass im Regelfall der Kinderarzt überhaupt nicht die Fußfestigkeit testet und auch das Gangbild sowie die Beinstatik nur selten ausführlich untersucht wird, ist dabei von den Eltern nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund ist es leider eine Tatsache, dass schon im 6. Schuljahr mehr als 70% der Kinder Fuß- und Beinstatikprobleme haben. Bei rund 40% ist es so stark vorangeschritten, dass man die Fußprobleme bei genauem Hinsehen sogar schon an den Schuhen und am Gang erkennen kann!
Mindestens bei diesen 40% ist es nur eine logische Folge, dass etwa die Hälfte der Schüler innerhalb der Pubertät Knieprobleme bekommt,- von den X- oder O-Beinen mal ganz abgesehen.
Je nachdem, was Ihr Kind später beruflich macht, werden die Beschwerden so weit führen, dass die Arbeit zur Qual wird,- sofern der Lernberuf überhaupt bis zur Rente ausgeführt werden kann.

Die Vorsorgeuntersuchung bieten nur Therapeuten und Orthopäden, die sich auf das Thema Fußgesundheit spezialisiert haben! Sofern Sie nur wenig Zeit haben, reicht eventuell sogar das Onlineangebot,- die Fernuntersuchung für Kinder und Jugendliche aus.

V2A Einlagen

Fast starre Einlagen aus Edelstahl, die nur leicht nachfedern und bis in die 1970ér Jahre weit verbreitet waren. Die Einlagen werden ohne Bezug getragen, weil Edelstahl im Gegensatz zum Aluminum nicht abfärben kann und schweißbeständig ist. Heute sind V2A- Einlagen nur noch ganz selten gefragt. Bei besonders schwergewichtigen Menschen mit besonders starkem Fußverfall sind sie allerdings auch heute noch gut nutzbar.

Weichschaum-Einlagen

Weichschaumeinlagen werden seit den 1990ér Jahren immer häufiger verschrieben und bilden inzwischen den Standard bei den orthopädischen Einlagen. Die Einlagen sind maschinell aus Schaumblöcken gefräst und werden (überwiegend) für sämtliche Fußprobleme ausgegeben. Weil “Einlagen nach Maß” im rechtlichen Sinne nicht bedeutet, dass die Einlagen tatsächlich indivduell angefertigt werden müssen, reguliert die Gewinnspanne der Sanitätshäuser den Beliebtheitsgrad solcher Einlagen. Tatsächlich sind derartige Einlagen für die meisten Patienten Anfangs wesentlich bequemer, als etwa Kunststoff- Leder Einlagen, die individuell angefertigt worden sind. Darum ist auch die Zustimmung bei den Patienten erklärbar. Man umwirbt die Einlagen damit, dass harte Einlagen die Muskulatur schwächen. Der Patient übersieht hierbei, dass er genau wegen der zu schwachen Muskulatur Einlagen braucht…

X-Beine

X-Beine entstehen meistens im Kleinkindalter als Folge von nicht therapierten Knickfüßen. Der Fachmann erkennt bereits im Alter von etwa drei bis vier Jahren, ob sich X-Beine bilden können. Dementsprechend rechtzeitig kann die Therapie eingeleitet werden. Die meisten Eltern vertrauen jedoch auch hier darauf, dass die X-Beine von selbst auswachsen und dementsprechend enttäuscht sind die Kinder in der Pubertät, oder schon vorher, wenn sie in der Schule wegen der X-Beine und des Gangs gehänselt werden.
Desto älter die Kinder sind, umso weniger besteht die Chance, dass die Beine gerade werden!
Bei Kindern ab ca. 10. bis 14. Lebensjahr hat man oft noch die Möglichkeit, eine Verschlechterung zu vermeiden und damit neben dem optischen Handicap auch Knie- und Hüftprobleme zu vermeiden.



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