Fersensporn

Der Fersensporn

Eine einfache Beschreibung des Problems von
Andreas Herr

1  



Ich glaube, dass der Fersensporn die schmerzhafteste Fußerkrankung von allen
ist, jedenfalls habe ich in den vergangenen 29 Jahren die schlechtesten
Erfahrungen mit Fersenspornpatienten gemacht, weil der stechende Schmerz
die Höflichkeit und Geduld oft in den Schatten stellt.

Die
Betroffenen betteln förmlich um Hilfe,- manche sehen aber nicht ein, dass
man die Bekämpfung der Ursache nicht so schnell in den Griff bekommt.

Fazit ist:
Die Mehrheit all derer, die heute einen schmerzhaften Fersensporn zu
beklagen haben, tragen daran (bewusst oder unbewusst) selbst schuld.

Man erkennt
den drohenden Fersensporn recht früh (Bild 1, 2 und 5) und kann mit
Einlagen und Fußgymnastik erreichen, dass es auch nach dem Berufsleben
keine Beschwerden damit gibt.

Die
Entstehung des Fersensporns
einfach beschrieben

Auf der
Abbildung 3 sieht man ein Modell eines Fußskeletts. Der rote Pfeil zeigt
den Verlauf der Mittelfußsehne.

Gibt das
Fußgewölbe bei Belastung nach und bricht ein, entsteht ein Zug durch die
Sehne, die in den Fersenknochen mündet. Durchschnittlich legt der Mensch
mit seinen eigenen Füßen am Tag neun Kilometer zurück,- wer in einem
reinen Steh- bzw. Laufberuf täglich auf den Beinen ist, läuft gut das
doppelte oder mehr.

Somit kommt
es dazu, dass die Mittelfußsehne mehr als 10.000 mal pro Tag gegen den
Fersenknochen zieht. Bei manchen Menschen ist der Knochen nicht so fest,
dass er diesen Zug auf Dauer aushält und es bildet sich eine
“Nase” (Bild 4), die gradlinig mehr oder weniger flach zum Boden
hin verläuft.

Mit der Zeit
flacht das Gewölbe mehr ab und diese “Nase” setzt bei jedem
Schritt auf und so kommt es zu der schmerzhaften Reizung unter der Ferse.

Vermeidung
von Senk- und Plattfußbeschwerden und dem Folgeleiden, dem Fersensporn

Eigentlich
sollte es so laufen, dass jeder Mensch vor dem Ausscheiden aus der Schule
gründlich untersucht wird. Die Schulen, Sportvereine und Eltern
(jedenfalls die meisten) legen darauf keinen Wert und die Schulabgänger
selbst sehen keine Veranlassung, hier eine Vorsorge zu betreiben. Noch funktionierende
Füße, Knie und Rücken sind bei jungen Menschen fast immer schmerzfrei
und fast jeder glaubt, das bleibt ein ganzes Leben lang so.

Viele Ärzte
sehen aber auch keinen Sinn darin, einem nur leichten Senk- Spreizfuß,
der noch keine Beschwerden macht, mit Einlagen zu versorgen,- getreu dem
Motto: “Lieber abwarten bis sich eine Behandlung wirklich
lohnt….” Selbstverständlich nimmt durch die Fehlhaushaltspolitik
der Gesundheitswesen die mangelnde Vorsorge zu, es werden nutzlose
Einlagen ausgegeben (siehe
Einlagentest
)- allerdings ist auch das allgemeine Desinteresse an der
Fußgesundheit sicher der Hauptgrund dafür, dass die Mehrheit der
Deutschen ihre Füße vernachlässigen. Schließlich haben sie schon auf
dem Wickeltisch erfahren müssen, dass es nur die “kleinen
Stinkerchen” sind und das was stinkt, beachtet man nicht besonders
gerne. Dieses gilt selbstverständlich für Ärzte und Lehrer genau, wie
für die Menschen an sich.

Eine
frühzeitige Vorsorge und ein regelmäßiger Check verhindern
selbstverständlich auch andere Probleme, die von den überbelasteten
Füßen ausgehen. Bedenkt man, dass nicht nur die Mittelfußsehne mehr als
10.000 mal am Tag gezogen wird, sondern auch die einzelnen Fußknochen
genau so oft auf und ab gleiten, bedenkt man, das mit etwa 30 Jahren die
Gelenkschmiere nicht mehr so toll “nachgefüllt” wird, wie es
bei einem Jugendlichen der Fall ist, sollte jeden eigentlich klar sein,
dass es zum Abrieb der Knochenenden (Bild 3)  kommt,- damit ist die
Arthrose eingeleitet. 

Die
Praxis in Deutschland

Die meisten
Menschen laufen so lange ohne sich Gedanken über die Füße zu machen,
bis es zu spät ist und die Füße schmerzen.

Am Anfang
des Berufslebens glaubt man, es sei normal, dass nach mehr als acht
Stunden Berufsalltag die Füße müde sind. Man verwendet Cremes oder
Fußbäder, denn das tut gut.

Erst wenn
auch das nicht mehr hilft, geht man zum Arzt, der dann bessere Medikamente
verabreicht oder Bestrahlungen und gepolsterte Einlagen verschreibt.
Kurzzeitige Linderung wird verspürt. Das Schmerzproblem bleibt ein Leben
lang,- mal mehr mal weniger oft, denn solange der Ursache nicht
entgegengewirkt wird, kann sich nicht viel verbessern,- ganz im Gegenteil.

Eine echte
und einfach umzusetzende Hilfe
, die auf Dauer zur Beschwerdenfreiheit
führt, gibt es nicht. Selbst nach einer Operation muss die Ursache, die
zur Entstehung des Sporns geführt hat, therapiert werden. Ich denke, dass
ist logisch nachvollziehbar.

Wer bereits
einen Fersenspornschmerz beklagt oder frisch operiert ist, wird mit
Korrektureinlagen, die die Sehne und die gesamten Fußgewölbe in der
optimalen Position halten, anfangs überhaupt nicht zu recht kommen. Oft
wird der Schmerz sogar noch stärker wahrgenommen und die Einlagen werden
schon nach den ersten Tagen in den Schrank, anstatt in die Schuhe gelegt.

Dem
Hersteller der Einlagen wird dann nachgesagt, dass er sein Handwerk nicht
versteht oder er wird sogar beschimpft, obwohl er mehr als eine Stunde
lang die Einlagen gewissenhaft bearbeitet hat.

2
3
4
5

Hilft diese Seite?

Wählen! Ihre Meinung
Nein, absolut nicht
Ja, zumindest weiss ich jetzt mehr
Es ist eine Frechheit, dem Fersenpornler eine eigene Schuld anzulasten
Ich habe keinen Fersensporn, möchte aber vermeiden, dass ich und meine Kinder einen bekommen
Ich habe einen Fersensporn und möchte meinen Kindern diese Schmerzen erspraren
Ich habe einen Fersensporn und mir geht es gut dabei
Ihr Name:


Kommentar:

Admin
Ich
gestehe ganz ehrlich, dass mir jeder Auftrag eines Fersenspornpatienten
mit Unbehagen ins Haus kommt, weil ich bei jedem Neukunden mit
Fersenspornbeschwerden damit rechnen muss, dass eine sofortige Linderung
der Beschwerden erwartet wird. Eigentlich wollte ich die Anfertigung für
Einlagen gegen den Fersensporn schon längst aus dem Angebot gestrichen
haben, ich denke, dass es den Kollegen, die sich nicht der fertigen
Industrieeinlagen bedienen, genau so geht. 

Im Jahr 2007
hat es im Rahmen der Jahresaktion für Kinder eine kostenlose
Trittschaumdiagnose gegeben. Daran erkennt der Fachmann bereits bei einem
15 Jährigen schon, ob im Alter mit einem Fersensporn zu rechnen ist.
Dieses Angebot wurde nur selten angenommen!

Als eine vom
Fersensporngeplagte Kundin zusammen mit ihrem Sohn bei mir gewesen ist, um
sich Einlagen anfertigen zu lassen und ich aber schon an den Schuhen des
12 Jährigen Kindes erkannt habe, dass es viel wichtiger ist, dem Kind
dabei zu helfen, dass es erst gar nicht so weit kommt und sie die
(kostenlose) Fußuntersuchung und Beratung für ihr Kind als nicht nötig
bezeichnete, wollte ich den Auftrag zuerst überhaupt nicht
ausführen.  

Nur die
Tatsache, dass von Fersenspornpatienten ab und wann doch mal ein Lob
kommt,- und zwar, wenn der Sinn der Einlagen verstanden wurde und nach
einigen Wochen auch gespürt wird, ist der Grund dafür, dass ich solche
Einlagen überhaupt noch anfertige.

 

 



Hier geht es zur Gesamtauswahl

Eine privates Erlebnis

Mir ist bei
einer Bekannten auch schon der Satz “selbst schuld – erst Jahrelang
die Füße missachten und dann erwarten, dass andere diesen Fehler an nur
einem Tag ausbügeln” aus dem Mund gerutscht,- das war sicher nicht
sehr taktvoll, aber zutreffend ist er schon.

Den
Fersensporn laufen sich manche Menschen,- überwiegend Frauen, im Laufe
der Jahre selbst an. Bei meiner Bekannten war es der Senkfuß und der
Beruf Verkäuferin, der zu den unerträglichen Schmerzen geführt hat.

Bereits 1985
hatte ich ihr dringend zu Einlagen gegen den Senk- Spreizfuß geraten,
worüber sie allerdings nur schmunzelte und meinte, sie sei keine Oma und
wenn es später einmal mit den bislang schmerzfreien Füßen Probleme
geben würde, könnte sie sich noch immer Einlagen besorgen.

22 Jahre
später
habe ich die Dame wieder getroffen. Sie musste zugeben, dass sie täglich
Schmerzmittel nehmen muss und alle bisherigen Behandlungen, die sie seit
zwei Jahren bekommen hat (Bestrahlungen und “Kasseneinlagen”) ohne einen
langfristigen Erfolg geblieben sind. Allerdings trägt sie auch die von
mir gefertigten Einlagen nur ab und wann und glaubt, sie müsse weiterhin
so oft wie möglich ihre Pumps tragen, damit ihre Füße noch mehr
verunstaltet werden und sich bald, in absehbarer Zeit auch der Rücken
meldet. Ist das Verhalten nun damenhaft oder dämlich ist, soll jeder für
sich entscheiden.

 

Mein Tipp für alle Eltern- egal ob
Fersensporngeschädigt oder nicht, lesen Sie die Info- Seite
für Teens
durch!

 

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen