Kindersenkfüße

Senkfüße 

Eigentlich
ist es überhaupt nicht schwierig, den Senkfuß vom Plattfuß und vom
gesunden Normalfuß unterscheiden zu können.

Diese Seite hilft Ihnen dabei, künftig selbst zu erkennen, ob Ihr Kind
oder Sie selbst Senkfüße zu beklagen haben und wie man sie einfach
therapieren kann.
vermeiden     

erkennen      

therapieren  

Was die Mehrheit der Eltern und der Betroffenen nicht weiß:
Es laufen in Deutschland mehr als 70% der Schüler mit
Senkfüßen herum und  80% der Senkfüße bleiben solange unerkannt,
bis es zu
Schmerzen kommt, was sich jedoch bis ins späte Erwachsenenalter
hinauszögern kann.
Der
Irrglaube, der auch heute noch in den meisten Schulbüchern zu finden
ist, dass beim Senkfuß der Fußabdruck keine Hohlräume zeigt ist sehr
stark verbreitet und völliger Unsinn. Zu glauben, die Füße sind
einwandfrei, weil der nicht belastete Fuß ein ganz deutliches
Fußgewölbe zeigt, trifft nur auf wenige zu!  
 Wenn Sie den Film
angeschaut haben diese Internetseite durchgelesen haben, werden Sie ganz schnell und einfach
erkennen, wie es mit den Füßen in Ihrer Familie ausschaut
 und welchen Beitrag Sie
leisten können, um dem Kind die Folgebeschwerden zu ersparen, die
unerkannte Senkfüße zwangsläufig mit sich bringen.

  



Wieso, weshalb und warum?

Aller Anfang des Fußverfalls ist eine Schwäche der Fußmuskulatur.
Weil die Fußmuskulatur das große Innengewölbe nicht vollständig in der
“Brückenform” halten kann, sinkt es ein. Man spricht vom Senkfuß.
Erreicht das Gewölbe den Boden, spricht man vom Plattfuß. Allerdings
sind Plattfüße eher selten bei Kindern.

Im Laufe der Jahre wird zur schwachen Fußmuskulatur auch der gesamte Bänder- und Sehenaparat
in Mitleidenschaft gezogen. Salopp ausgedrückt kann man das so
verstehen, dass die Bänder und Sehnen ausleiern, was zur Konsequenz
hat, dass sich die Fußgewölbe noch stärker absenken. Es besteht nun die
Gefahr, dass die Gewölbe kontrakt bleiben,- das bedeutet, das sich die
Gewölbe nicht mehr vollständig aufrichten können.

Bei
jungen Kindern führen auch kontrakte Senkfüße nur selten zu schmerzen.
Auch werden die Fußknochen nicht unbedingt durch die Senkfüße
geschädigt, denn es ist noch genug “Gelenkschmiere” vorhanden.

So kommt es nur selten dazu, dass sich die Eltern um die Füße ihres Kindes bemühen. .

‘TIPP: Falls
Ihnen der Kinderarzt oder Orthopäde erzählen sollte, Senkfüße etc. “verwachsen”
oder “wachsen aus” dann ist das Unfug!  Erst recht, wenn dazu noch ein Knickfuß dabei ist.  Derartige Aussagen
basieren auf ein theoretisches Wissen, das mit der Realität
absolut nichts gemeinsames hat!

Sollte Ihnen Ihr Arzt erzählen,
die Senkfüße etc. “verwachsen” oder “wachsen aus”, dann bitten Sie den
Arzt, dass er Ihnen dieses schriftlich garantiert!  Ob er das machen wird???-

Es ist immer vorteilhaft, dass man mit
guten Vorkenntnissen zum Arzt geht,- leider ist das heute so!

Würden
Fußschwächen tatsächlich “verwachsen”, dann müsste man auf deutschen
Schulhöfen zumindest an weiterführenen Schulen nicht so viele
Jugendliche sehen, wo man schon am Gang und am Schuh sieht, dass sie
Senkfüße, Knickfüße, Außen- oder Innengang usw. zu beklagen haben! Sie können diese Aussage ganz leicht nachprüfen,- gehen Sie einfach mal zur nächsten Realschule oder zum Gymnasium.

Die Beispiele Realschule und Gymnasium sind extra angesprochen. Zumindest
auf höheren Schulen sollte man erwarten können, dass die Schüler ihren
Körper gut und richtig kennen lernen können. Dem ist aber nicht so! Prüfen Sie es einfach nach!

Sie
werden erschreckt feststellen, wie wenig Eltern, Lehrer und Schüler
sich Gedanken um die für das Leben wichtigen Füße, Knie und Hüften
machen!  Sie gehören nun sicher nicht mehr dazu!

In dieser Spalte
lesen Sie Allgemeines, was man wissen sollte

In dieser Spalte
finden Sie spezielle Tipps und Hinweise

Die
Vorbereitungen für das Laufen lernen beginnen bereits in der Wiege. Das
Baby strampelt und spielt sich an den Füßen herum und das das Baby
mit den Füßen spielt, sehe ich als eine Art natürliche Gymnastik. Die
Fußmuskulatur wird durch die ständigen Bewegungen quasi trainiert.
ACHTUNG :  Ein
zu enger Strampelanzug und zu kleine Strümpfe verhindern, dass sich die
kleinen und noch sehr schwachen Füßchen des Babys normal entwickeln
können


Spätestens
wenn das Baby den Drang verspürt, auf den Beinen stehen zu müssen, wird
auch die letzte Mutter unbedingt Schuhe kaufen müssen. Der Schuhhandel
empfiehlt spezielle Lauflernschuhe, die den sehr schwachen Füßchen
einen festen Halt und Schutz bieten.
 In
erster Hinsicht kann man dieses auch gut nachvollziehen, weil die Natur
von den Eltern gerade zu verlangt, ihr Kind zu schützen wo es nur
geht. 
 
Tatsächlich
ist es so, dass sich die Menschen seit der Evolution selbst und auch
ihr Lebensumfeld enorm verändert haben. Abgesehen von der Behaarung und
Größe sind unsere Füße seit der Entstehung des Menschen unverändert
geblieben.

Die Füße brauchen die
Chance, sich normal entwickeln zu können und dazu brauchen sie von
Natur aus keinen Schutz. Babyfüße haben den Schutzmantel bereits in die
Wiege gelegt bekommen. Der s.g. Babyspeck dient den zarten Knochen und
Gelenken als Schutz. Sobald die Knochen fest genug sind, baut sich der
Speckmantel von selbst ab.
 

TIPP: So oft es nur geht,
sollten kleine Kinder auch im Lauflernalter auf weichen und unebenen Böden
barfuß laufen dürfen. Im Sandkasten oder auf der wilden Wiese sind bei
warmen Wetter Schuhe nur hinderlich für die natürliche Entwicklung!
Schuhe sind als Schutz vor Kälte sinnvoll. Schuhe für Kleinkinder
sollten eine ganz weiche und biegsame Schuhsohle haben und keine zu feste Fersenkappe.Der
Kaufpreis der Schuhe ist unerheblich,- es kommt auf die Anfertigung und
auf das Material an! 
Eine ausführliche Fuß- und
Schuhberatung wird an vielen Tagen in meiner Praxis kostenlos angeboten!
Im
drittem Lebensjahr ist der gesunde Fuß schon soweit ausgeprägt, dass
sich das innere Längsgewölbe von selbst trägt und eine Brückenform
zeigt. 
Der natürliche Gewölbebogen bleibt auch im belasteten
Zustand
 beim
normalen Gehen und beim Stehen so erhalten. 
Falls das nicht der Fall ist und
sich der Fuß durchtreten lässt, handelt es sich um Senkfüße.
Wenn das Fußgewölbe vollständig
einbricht und den Boden berührt, sind es Plattfüße
(letzteres äußerst selten). 
 

TIPP für
Kinder die das 4. Lebensjahr erreicht haben:
 
Schauen
Sie sich das innere Fußgewölbe genau an.
Wenn der Fuß unbelastet ist,-
etwa wenn die Beine im Sitzen baumeln, dann erkennt man das Fußgewölbe
wie es auf dem nebenstehenden Foto zu sehen ist. Nun soll das Kind sich
ganz langsam hinstellen,- das Gewölbe muss in der selben Form bleiben,
wie zuvor im unbelasteten Zustand. Es darf nicht stärker als 10%
einsinken.
Wird der Fußverfall nicht therapiert, ist mit folgenden
Folgeschäden zu rechnen:
*
Das bei jedem Schritt einsinkende Fußgewölbe führt zu einer
Gewichtsverlagerung auf den inneren Fuß, was recht häufig zusätzlich zum Knickfuß führt.
*
Selten klagen betroffene Kinder über müde oder schmerzende Füße. Auch
bei Jugendlichen funktionieren Senkfüße und sogar Plattfüße sehr häufig
schmerzfrei
* Die
Gewichtsverlagerung führt dazu, dass der Fuß über die Großzehe abrollt,
was im Erwachsenenalter zu schiefgetretenen Zehen und oft auch zur
Ballenbildung führt (Hallux Valgus genannt). Manche Kinder reagieren
darauf mit einem Innengang.
*
Eine Mittelfußatritis oder Arthrose und auch ein Fersensporn kann schon
ab dem 35.  Lebensjahr zu starken beruflichen Einschränkungen
führen. Ob und wann mit solchen sehr schmerzhaften Behinderungen zu
rechnen ist, zeigt die ausführliche Fußuntersuchung schon ab dem 12.
Lebensjahr. (Eine
Fußuntersuchung bei Kindern dauert immer mindestens 15 Minuten,-
manchmal auch eine Stunde)
.
> TIPP: Sollte
Ihnen der Kinderarzt erzählen, dass sich bei dem Kind, welches das
vierte Lebensjahr überschritten hat, Senkfüße von allein festigen oder
“herauswachsen”, dann fragen Sie nach einer schriftlichen Garantie für
diese Aussage. Ich wette, die werden Sie nicht bekommen!
Tatsächlich
verhält es sich so, dass man Muskeln nur trainieren und Bänder und
Sehnen nur dehnen kann. Der Senkfuß im Kindesalter entsteht durch eine
reine Schwäche der Fußmuskulatur und diese kann man sehr gut trainieren
und das funktioniert bei Kleinkindern sehr gut und effektiv.
Meist
wird jedoch viel zu lange abgewartet und gehofft, dass sich die Füße
wirklich von alleine festigen. Dieser Fehler wird sich im späterem
Leben deutlich spürbar bemerkbar machen,- oft erst im
Erwachsenenalter. 
Ganz
einfache Übungen werden an vielen Tagen in meiner Praxis kostenlos
gezeigt und allen Kindern machen die Gymnastikspiele viel Spaß!
Senkfüße und Plattfüße sind ganz einfach zu
erkennen
Sobald der Fuß belastet wird, bricht das
innere Fußgewölbe in der ganzen Länge oder nur teilweise ein. So gibt
es einigeverschiedene
Arten von Senkfüßen
, die auch zu unterschiedlich starken Begleit-
und Folgeschäden führen können.
Erst
wenn das mittlere innere Fußgewölbe vollständig auf dem Boden aufliegt,
kann man von einem Plattfuß sprechen (oft werden auch einfache Knick-
Senkfüße als Plattfüße bezeichnet, was jedoch ein völliger Unsinn ist).
Bei
manchen Kindern und Erwachsenen richtet sich auch das entlastete
Fußgewölbe nicht vollständig auf. In solchen Fällen spricht man vom
kontrakten Senkfuß oder wenn der Fuß überhaupt keine Wölbung zeigt, vom
kontrakten Plattfuß.
Senk- und
Plattfüße erkennt man auch am Gang und am Schuh. Manche Schuhe werfen
vorne am Gewölbe Falten, die durch das Absenken der Fußgewölbe hinein
getreten werden. Die Füße werden beim Abrollen von den meisten
Betroffenen nach außen gedreht (bei ca. 55% trifft das zu).  Beim
Innengang (ca.25%), wird der Fuß beim abrollen nach innen gedreht und
nur im Stand zeigen die Fußspitzen nach außen. Selten kommt es vor,
dass auch beim Senkfuß ein normales Abrollverhalten zu sehen ist.

Wenn
Sie sich auf dem Schulhof die Kinderbeine anschauen, stellen Sie ganz
schnell trotz der Beschuhung fest, das es den meisten Eltern
offensichtlich egal ist, wie sich die Füße und Beine der Kinder
entwickeln. Mehr über das Thema Gangbild finden Sie
hier

Einfacher Schnelltest mit
Fußbettsandalen

Das gesunde, kräftige Fußgewölbe

berührt
das “Fußbett” nicht.

Das innere Fußgewölbe vom Senk- oder
Plattfuß
liegt ganz oder teilweise auf dem ” Fußbett” auf. 

“Fußbett”
ist ein geschützter Begriff der Firma Birkenstock, die vor vielen
Jahren das Fußbett erfunden hat. Ein Fußbett ist maschinell nach einem
Standartleisten geformt und hat absolut keine therapeutische Wirkung
auf einfache Senkfüße.  Zwar spürt jeder, der Senkfüße zu beklagen
hat deutlich die Stütze im mittlerem Fußgewölbe, weil der Rand
besonders hochgezogen ist. Das Fußgewölbe an sich wird jedoch nicht
nennenswert gestützt und somit ist der Fußbettschuh keine Alternative
zu therapeutischen Maßeinlagen. 
Mehr
dazu




Bilder & Erklärungen zu verschiedenen Arten an Senkfüßen und
Plattfüßen

Beispiel 1
Links zu sehen ist die Art von Senkfuß, wo insbesondere die
Fersensprengung betroffen ist, denn die ist beim belasteten Fuß nicht
so steil ansteigend, wie es beim Normalfuß der Fall ist.
Im Vorderbereich ist das Innengewölbe jedoch ganz normal ansteigend,
jedoch ist das Quergewölbe nicht zu erkennen (Spreizfuß).
Wird
der Fuß nicht therapiert, dann sind die folgenden Auswüchse,
die
einzeln oder zusammen auftreten können,  sehr wahrscheinlich:* Knickfuß (mit den typischen Begleiterscheinungen)
* Fersensporn
* Mittelfußarthrose
* zunehmender Fußverfall
* verkrümmte GroßzehenVermieden können die Folgebschwerden durch stabile Kunststoffeinlagen ,
die
insbesondere im Bereich der Fersenprengung das Gewölbe stark
unterstützen und dazu täglich etwas Gymnastik.Mit einer Einlagen- Thearpiezeit von 4-6 Jahren muss hier bei dem 19
Jährigen gerechnet werden, bis die Fußgewölbe von selbst halten.
Beispiel 2
http://www.kinderbeine.de/kontrakter_senkfuss1.jpg
Dieser Fuß
ist nur ganz minimal belastet und zeigt ganz deutlich, wie weit die
Mittelfußsehne nach unten zeigt und das die Fersensprengung nicht
vollständig vorhanden ist.
Im Gegensatz zum Bild davor ist hier von einemkontraktem Senkfuß die Rede, denn das Gewölbe richtet sich auch bei
Entlastung nicht von selbst komplett auf.Rechts das Bild dient als Beleg dafür, dass schiefe Großzehen mit
Ballenbildung (auch als Hallux Valgus bekannt) bereits im Kindesalter
auftreten  (Pfeil Nr.3).

Auch das Mittelfußgewölbe beginnt, sich zu deformieren (1) und das
gesamt einsinkende Mittelfußgewölbe (2) verursacht schon starke
Fußschmerzen nach Belastungen, was bei Kindern sonst eigentlich nicht
die Regel ist.

Bei
diesem Jungen wurden die Fußabrücke mittels Gipsverbänden genommen. Der
noch weiche Gips wurde mit der Hand im Bereich der fehlenden
Fersensprengung hoch gedrückt, so dass eine Sollform der Füße
entstanden ist.
Die Einlagen waren dementsprechend hoch angeformt.
Der Nachteil bei derartig angeformten Einlagen ist, dass die zu kurze
Sehne und das kontrakte Mittelfußgewölbe sich auf der Einlage stehend
streckt. Die Schuhe müssen darum recht fest zugebunden werden, damit
von oben ein gewisser Druck auf den Fuß ausgeübt wird.
Durch das Gehen, bzw. durch das eigene Körpergewicht und den starken
Gegendruck der Einlage weitet sich die Sehne schon nach wenigen Tagen
und auch das Fußgewölbe nimmt nach und nach die “gesunde” bzw.
natürliche Form an, die der Fuß braucht, um schmerzfrei funktionieren
zu können.


Es können selbstverständlich die ganz normalen Schuhe weiter getragen
werden. Man kann nun die starken Fußschwächen und Verformungen nicht
mehr erkennen und auch der Gang ist ab sofort normal.

Beispiel 3
Dieses 3.
Beispiel unterscheidet sich nicht großartig vom 2. Fallbeispiel, nur
das der Betroffene bereits 19 Jahre alt ist.
Das Beispiel wird aus folgendem Grund hier gezeigt:Es gibt innerhalb von Fachleuten die Meinung, dass ein derartig
schwerwiegender Fußverfall durch eine Einlagentherapie nicht mehr zu
korrigieren ist, weil das 14. Lebensjahr überschritten ist.In solchen Fällen wird heute sehr gerne durch eine Operation das
Innengewölbe versteift.

Nun ist hier das “Wunderkind” beschrieben, den Sie auch im Film kennen
lernen können (s.u.). Die Anfänge waren wie “normal”, aber nach nur 6
Monaten haben sich nicht nur die Fußgewölbe eine normale Form
angenommen, sondern es war auch schon eine Fußfestigkeit im Stand
gegeben.


Einlagen (Kunststoff-Leder) in Sollform


Bei der ersten Kontrolluntersuchung zeigte sich schon ein nahezu
perfektes Fußgewölbe
Beispiel 4
Dieses 4. Beispiel zeigt die
Füße eines gerade mal sechsjährigen Jungen. Das Fußgewölbe liegt
vollständig auf,- man nennt das Plattfuß.
Die Eltern des Jungen haben
eigentlich alles richtig gemacht und das Kind schon mit dem 3.
Lebensjahr beim einem Orthopäden vorgestellt, der dem Kind auch sofort
ein Paar Einlagen verordnet hatte. Diese wurden auch immer in den
Straßenschuhen getragen,- die Eltern hatten stets Probleme, passende
Schuhe zu finden.
Dennoch wurde es mit dem Plattfuß immer schlimmer und es bildete sich
auch die Deformierung des Fußes, die auf dem linken Bild mit dem roten
Pfeil markiert wurde.
Dank google fanden die Eltern dann eine Webseite, die die Probleme mit
der mangelhaften Patientenversorgung aufzeigte.Dass die bisher erfolgte Behandlung falsch bzw. nicht ausreichend
gewesen ist, wurde dann schnell klar.


Die Eltern sind ganz stark davon überzeugt, dass sich trotz dieser
Einlagen zum Plattfuß noch ein Knickfuß entwickelt.

Mir wurde es 2011 durch das Landgericht Kiel (angeregt durch
den
Zweckverband Orthopädieschuhtechnik)
gegen Androhung einer
Geldstrafe
von 250.000,00 €
verboten, mich zu solchen Einlagen in der von früher
gewohnten Art und Weise zu äußern. Warum, können Sie sich denken….

Wenn
Sie sich nun selbst die Unterschiede zu den Einlagen, die oben gezeigt
werden und diesen blauen Weichschaumeinlagen genauer ansehen, dann ist
sicher jeder weitere Kommentar zu diesen  “Kasseneinlagen”
überflüssig….
Man kann auch Plattfüße, die schon deutliche Verformungen zeigen, ohne
großartige Schwierigkeiten korrigieren.
Dazu braucht man nur ordentliche Einlagen, die anders als die links auf
dem Bild gezeigten individuell angefertigt werden und aus einem
Material sind, welches dazu im Stande ist, mehr als das vierfache des
Körpergewichts (Gewicht + Schwungkraft) zu tragen bzw. in diesem Fall
zusätzlich das Fußgewölbe zu formen.Einlagen, die durch den deformierten Fuß geformt werden, sind
zweifelsohne in den ersten Tagen angenehmer zu tragen und reichen dann
aus, wenn man eh schon so alt ist, dass man kaum noch laufen kann.
Bei Kindern und Jugendlichen sollte man stets bedenken, dass sie noch
im Wachstum sind und dass dieser Vorteil niemals mehr zurück
kommt!
Ein Paar Einlagen reichen bei Schulkindern nicht aus, denn bei den
schweren Fußschäden müssen auch in Hausschuhen, Sandalen und beim
Schulsport Einlagen getragen werden,- und zwar passende….
Senkfüße
können ganz einfach therapiert werden
Als Grundsatz gilt hier, desto frühzeitiger
man mit der Therapie beginnt, um so schneller erntet man die Erfolge!
Beim
kontrakten Senk- oder Plattfuß ist das Fußgewölbe so zu bilden, wie es
von Natur aus her sein sollte. Dieses kann mit Vollkorrektureinlagen
geschehen (ich rate hier grundsätzlich von einer Operation ab).
Für
den einfachen und leichten Senkfuß reicht es oft vollkommen aus, wenn
man geeignetes Schuhwerk nutzt, das Kind so oft wie nur möglich barfuss auf weichen und unebenen Böden laufen lässt, denn
harte und ebene Böden sind ab einem gewissen Grad des Fußverfalls eher
schädlich.
Ganz wichtig sind Gymnastikübungen,
die täglich zu machen sind.

Ist
beim Fußverfall die 20% Marke überschritten, dann reicht das häufige
barfusslaufen leider nicht mehr aus. Man sollte dem Kind dann eine
ordentliche Einlagentherapie gönnen, die folgendes bewirkt.

Die speziellen Therapie- Einlagen unterstützen
die Muskulatur in sofern, dass diese etwas entlastet wird und sich
festigen kann. Die Einlagen federn ganz leicht nach, so wie es eine
vollkommen intakte Fußmuskulatur macht. Mit jedem Schritt wird somit
ein natürliches Geh- und Abrollverhalten möglich, welches sich äußerst
positiv auf die zukünftige Entwicklung von Füßen und Beinen auswirkt.
Wie lange die Einlagen- und Gymnastiktherapie dauern wird, hängt vom
Alter, vom Grad des Fußverfalls und von der Festigkeit des Gewebes der
Patienten ab. Der Facharzt oder Fachtherapeut wird das optimale
Einlagenmaterial auswählen und die Einlagen so anformen, dass dem Kind
das natürliche Gehen so schnell es nur geht ermöglicht wird. In der
Regel sind dafür gleich mehrere Einlagen erforderlich,- etwa für die
Freizeitschuhe, Hausschuhe und Sportschuhe.

 
Die Fußuntersuchung ist
die Grundvoraussetzung für die Einleitung der gezielten Therapie der
Senkfüße.  In meiner Praxis werden die Kinder und Jugendlichen
grundsätzlich wie folgt untersucht:
* Erkundung des Gangbildes (beschuht und
barfuss), Abrollverhalten, Fußaufsatz etc.
* Überprüfung der Fußfestigkeit* Überprüfung der Beinstatik* Überprüfung der psychomotorischen
Steuerungsfunktionen (das gezielte Ansprechen der Fußmuskulatur)

* Überprüfung der Knochen- und
Sehnenposition

* Ergebnisgespräch mit dem jungen Patienten
bzw. der Eltern

Im
Regelfall dauert die Untersuchung zwischen 15 und 20 Minuten. Sollte
jedoch festgestellt werden, dass Probleme im Knochenbereich oder der
Mittelfußsehne vorliegen, dauert die Untersuchung etwas länger. Liegt
ein Defizit in der Psychomotorik vor, so wird zunächst versucht, dieses
mit ganz einfachen aber sinnvollen Mitteln zu lösen. Nur ganz selten
kommt es vor, dass nach einer Stunde der Erfolg nicht sichtbar ist.

Die
aufgeführte Untersuchung ist leider in Deutschland und Österreich so
nicht die Regel. Oft schauen Orthopäden nur kurz auf die Füße und der
junge Patient bekommt das Rezept für ein Paar Einlagen nach Maß. Der
Großteil der so verschriebenen “orthopädischen Einlagen” ist aus
Weichschaum oder bestenfalls Kork- Leder. Was viele Patienten bzw. die
Eltern nicht ahnen oder wissen ist die Tatsache, dass solche Einlagen
zwar “orthopädische Maßeinlagen” genannt werden dürfen, der Name aber
dem Produkt nicht gerecht wird, weil es sich um gefräste Fertigeinlagen
aus einer Serienproduktion handelt. Damit werden in Deutschland Jahr
für Jahr Milliarden Umsätze gemacht. Das solche Weichschaumeinlagen oft
sogar schädlich sein können, weil ein Knickfuß durch zu schwammige
Einlagen gefördert wird, ist hier nicht relevant. Dafür gibt es ja die
Möglichkeit, später “wenn es sich lohnt” zu operieren….  

> TIPP: Wenn
Sie mit Ihrem Kind zum Orthopäden gehen, dann schauen Sie unmittelbar
zu Beginn der Untersuchung auf die Uhr und merken Sie sich den
nebenstehenden Untersuchungsplan. Sollte der Arzt die Untersuchung
innerhalb von nur drei Minuten abgeschlossen haben (das ist Standart
für Kassenärzte), sollten Sie ihm direkt Geld für eine richtige
Untersuchung anbieten, denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt diese
nicht.
Röntgen ist nur in ganz wenigen
Ausnahmen wirklich erforderlich und wenn überhaupt, dann erst nach der
vollständigen Untersuchung. Bedenken Sie bitte, dass Röntgenstrahlen
für den jungen Körper schädlich sind! Bedenken Sie auch, das die
Anschaffung des Röntgengerätes teuer gewesen ist und sich das Gerät
refinanzieren muss….
Falls Ihrem Kind Einlagen verschrieben
werden, dann lassen Sie sich vor der Auftragserteilung das Material
genau zeigen. DerEinlagentest verrät Ihnen, worauf zu
achten ist.
Schulkinder
legen die Einlagen beim Schuhwechsel nicht in den anderen Schuh,- etwa
beim Sportunterricht. Oft wird die Erfordernis des Tragens der Einlagen
nicht ernst genug genommen oder der junge Mensch schämt sich, vor
anderen die Einlagen aus den Schuhen zu nehmen, weil Kinder gerne
hänseln und kleine “Gebrechen” oft zum kleinen Psychoterror führen
können.
Das Kind braucht fast immer
zwei oder drei Paar Einlagen, zumal die Wirkung der Sporteinlagen nicht
unbedingt identisch mit den Haupteinlagen sein kann. Die gesetzliche
Versicherung bezahlt für Kinder im Regelfall nur ein einziges Paar,-
die anderen müssen die Eltern privat finanzieren. Je nach Anbieter
kosten eigenfinanzierte Einlagen zwischen 80,–€ und 250,–€ !

Fragen
Sie den Arzt und Orthopädieschuhtechniker nach einer Erfolgsgarantie,-
wird diese abgelehnt, dann sind Sie wahrscheinlich der willkommene
Kassenpatient….

Ist Ihnen die
Freizeit kostbar?- Dann ist es oft günstiger und effektiver, direkt zu
einem privaten Orthopäden oder einem Fußtherapeuten zu gehen, der dann
auch später die Einlagen persönlich anfertigt, denn nur solche Einlagen
führen kombiniert mit der idealen Gymnastikübung zum gewünschten
Erfolg.  Lange Terminlaufzeiten und Aufenthalte im Wartezimmer und
der anschließende Stress beim Schuhkauf für die oft sehr klobigen
Billigeinlagen sollten Sie auf jeden Fall in Ihren Kalkulationen zum
Wohle des Kindes berücksichtigen.



Kinderfüße und Kinderbeine wachsen
nur einmal im Leben!

Die
Verantwortung für ein gesundes und natürliches Wachstum haben die
Eltern und niemand anderer!      Bitte geben
Sie diese Information und diese Seite auch an Ihre Freunde und Familie
weiter!

zur
Startseite

TIPP: Falls
Sie trotz des Durcharbeitens dieser Seite noch unsicher sind, ob Ihr
Kind Fußschwächen hat, bzw. welche Art von Senkfüßen, ob das Gangbild
in Ordnung ist, ob die vom Orthopäden verschriebenen Einlagen nützlich,
wirkungslos oder gar schädlich für die Füße Ihres Kindes sind, oder
wenn schon die Einweisung zur OP da ist, dann empfehle ich die
ordentliche Untersuchung durchführen zu lassen. Falls Berlin &
Umland zu weit für Sie entfernt liegt, dann ist die “Fernuntersuchung”
für Sie genau richtig. Neben der Bestimmung, wie es sich mit den Füßen
des Kindes verhält, bekommen Sie auch die Einlagenkontrolle (sofern
Einlagen vorhanden sind) oder wenn Einlagen zu empfehlen sind, genau
die Einlagen empfohlen, die dem Kind garantiert helfen. Die
Nachkontrolle ist im Preis imbegriffen!

Laden Sie sich den Fragebogen (PDF
Format) 
 
HIER herunter. Sie benötigen für die
Fernuntersuchung eine Film- und Fotokamera! 

Herausgeber
dieser Seite / V.i.S.d.P: Privatpraxis für biologische Fuß- und
Beintherapien in Berlin – Inhaber: Andreas Herr  Mehr INFOs

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